
Rückblick auf ein Wiegenfest
Die Feste feiern, wie sie fallen,
der Spruch ist ganz in meinem Sinn!
Wir ließen in den Jubelhallen
im frohen Kreis die Korken knallen,
weil ich nun runde 50 bin!
Viel Freude ist mir zugeflogen,
manch guter Wunsch in Wort und Schrift,
und die Erinnerungen wogen
wie farbenfrohe Bilderbogen,
gemalt mit flott geführtem Stift.
Von Herzen möchte ich mich bedanken
bei allen, die an mich gedacht,
die mit mir lachten, mit mir tranken,
bis – mancher mit dezentem Schwanken –
zum Abschiednehmen in der Nacht…
Danksagung
für eine Flasche „Schladerer“
Mit Himbeergeist von Schladerer
bin ich kein Schicksalshaderer,
denn komme ich vor Kummer
mal nicht zu tiefem Schlummer,
trink ich ein Glas vom edlen Saft –
und die Probleme sind geschafft,
die andernfalls so schmerzlich,
drum danke ich euch herzlich!
Das Festessen
Herzlichen Dank will ich nur sagen,
doch damit kann ich, ohne Fragen,
dem Glücksgefühl in meinem Magen
nur unvollkommen Rechnung tragen!
Und wollt ich mich auch noch so plagen,
im Steh’n, beim Lauf, in allen Lagen
zu schreiben ohne Murr’n und Klagen
und ganz verweg’ne Verse wagen ...
...ehr platzte mir nach vielen Tagen
vor Dichterschweiß mein Hemdenkragen,
... als ich’s vermöchte zu umreißen,
was du, mein Schatz, uns gabst zu beißen!
Tanzstunde
„Die Damen links, die Herren rechts!“
so rief sie in die Runde.
Wir Schüler beiderlei Geschlechts
genossen jede Stunde,
da sie mit Takt den Takt uns wies,
das Tanzbein recht zu meistern!
Wir danken heut – und überdies:
Es war schon zum Begeistern!!
Dem liebenswürdigen
Therapeuten
Hoch beliebt bei kranken Leuten
ist der Arm des Therapeuten,
wofür man besonders schwärmt,
wenn man schwach und abgehärmt!
„Arm“, sofern es klein geschrieben,
wird von jedermann gemieden,
Therapeuten-Arm hingegen
ist für alle Welt ein Segen!
Drum als Gabe eine kleine
Spende heut vom roten Weine,
dass die Hände, die sonst stützen,
weinglashebend Ihnen nützen.
Schälerei – Quälerei
Herrlich scheint die Maiensonne,
unser Garten: eine Wonne!
Aber Mama muss sich quälen
mit dem blöden Spargelschälen.
Dieses Spiel begann um zwei,
war um drei noch nicht vorbei,
o, wir sind ihr vieles schuldig,
denn sie schälte so geduldig.
Während drauß’ die Vögel trällern,
seh ich drin den aktuellern
Stand des Schälens und ich merke:
Immer ist sie noch am Werke.
Langsam sinkt der Stand der Sonne,
in der Tränke, welche Wonne,
planscht vergnügt ein Drosselweib,
aber Mamas Zeitvertreib?
Ach, fast konnte ich es ahnen:
Sie zieht weiter Bahn um Bahnen
mit dem kleinen Küchenmesser,
denn mit nix kann sie es besser.
Konzentriert und zuverlässig
(schon den Anblick find ich stressig)
schält sie sauber jede Stange,
nunmehr fast zwei Stunden lange.
Leute, denkt beim Spargelknabbern,
sei es mit, sei’s ohne Schlabbern,
wie sich unsre Mama quälte,
als sie all den Spargel schälte.
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