
Rom
Roma, Traumstadt der Teutonen,
die man nicht ergründen kann,
wo die Kardinäle wohnen,
und sich alle Wege lohnen,
hat uns (wieder mal) im Bann…
Prag
Prag, die Stadt der gold’nen Dächer,
mit der Künste breitem Fächer,
hat uns wieder mal im Bann,
und das rege Auge kann
sich an herrlichen Fassaden,
Innenhöfen und Arkaden
gar nicht satt sehn, und wir grüßen
froh gestimmt (mit müden Füßen).
Bayern I
Frohen Gruß vom Alpenrande,
wo die lila Kühe stehn,
wo in zünftigem Gewande
plattelnd sich die Burschen drehn,
wo das Tegernseegekräusel
oberbayerisch Mondlicht bricht
und weiß-blaues Lobgesäusel
allererste Peußenpflicht.
Bayern II
Auf Oberbayerns grünen Fluren,
da schmeckt der Presssack, zischt die Maß!
Wir folgen König Ludwigs Spuren
mit Wanderlust und Badespaß.
Was hier Natur und Bauten zeigen
sucht man vergebens anderwärts.
Wenn sich die Ferientage neigen,
schlägt weiß-blau selbst das Preußenherz!
An weit entfernt wohnende Freunde
Ach, Freunde, wie bedauer ich,
betrübt im Eckchen kauer ich,
und nach und nach versauer ich,
das Schicksal packt nun rauer mich,
es ist tatsächlich schauerlich,
nun sag es noch genauer ich:
Zwar bin noch voller Power ich,
doch wäre noch viel schlauer ich,
ständ’ ständig auf der Lauer ich,
den Himmel fänd’ noch blauer ich,
und wäre nicht so trauerich…
Dass wir so fern, bedauer ich,
tröst mit dem Saft vom Brauer mich,
sonst stürzte von der Mauer ich
oder vom höchsten Tower mich…
So werde grau und grauer ich
fürwahr, fürwahr: bedauerlich…
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